Follow by Email

Freitag, 30. September 2011

Alles Paletti

Ein Buch, das als "superlustiges roadmovie" oben auf meiner Liste stand und das ich aus genau diesem Grund selbst verschenkt hatte. Nun fiel es wieder zurück in meine Hände (Danke...!) aber ich muß leider gleich vorweg sagen, so ganz "superlustig" war es nicht, ein schönes roadmovie jedoch voll und ganz. Und das hat mir eigentlich am Besten gefallen: Die lange Fahrt der israelischen "mover" (Umzugs-Männer) hoch und runter, hin- und zurück, quer durch die USA. Denn fast alle erwähnten Städte, Interstates, Landschaften kenne ich selber aus den 90ern, in denen ich mehrfach den gleichen Routen folgte. Aus einem anderen Grund jedoch, schließlich war ich nicht vor Russenmafia, FBI und meinem Chef auf der Flucht.

Die Mover Jonsy, Izzy und Schlomi (Letzterer der einzige der Drei, der auf Grund seines starken Glaubens die einmalige Chance zum erotischen Tour-Abschluß mit einer wunderschönen und offensiven Kundin ungenutzt vertreichen läßt) fühlen sich immer wieder von ihrem Chef Chaim, der die kleine New Yorker Umzugsfirma betreibt und dadruch einigen illegalen Israelis Wohnung, Arbeit und Geld verschafft, total ausgenutzt und verarscht. Chaim verspricht den Kunden die Lieferung ihrer Möbel binnen zweier Tage, wohlwissend, dass dies nie einzuhalten ist, da er seine Jungs voher noch schnell einen Abtecher von mehreren Tausend Kilometer machen läßt. Oder er befiehlt den movern, schnell noch ein paar Büromöbel abzuholen und scheißt sie dann zusammen, wenn sie ihm erklären, warum das nicht in einer halben Stunde zu schaffen war. Die Kerle tun einem richtig leid und so schlägt man sich sofort auf ihre Seite, als sie beschließen, endlich ein Ding zu drehen, die Bilder des alten deutschen Ehepaares irgendwo zu verscheuern, den LKW obendrauf und abzuhauen. Vorher müssen sie jedoch noch zwei Geräte abholen und ausliefern, die sich als Spielautomaten (einarmige Banditen) entpuppen, die von der russischen Mafia so manipuliert worden sind, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt etliche Millionen Dollar ausspucken werden. Was die Jungs natürlich anfangs noch nicht wissen sondern einfach versuchen, die Geräte für ein paar Tausender loszuwerden.

Und nun beginnt die Verfolgungsfahrt in Minneapolis, weil weder die Russenmafia, noch Chaim damit einverstanden sind, dass deren Pläne von diesen Typen durchkreuzt werden. Und auch das FBI schickt einen ihrer Agenten im Auto hinterher, weil man endlich die Russen dingfest machen will. Dieser trifft zwar irgendwann an einer Tankstelle die mover rein zufällig, läßt sie aber laufen, weil diese die Spielautomaten gerade mal verkauft haben, sie aber nun gleich wieder zurückholen, nachdem sie vom FBI erfahren haben, was es damit auf sich hat. Auch die Russen schaffen es irgendwann, die Jungs zu stellen, da deren Chef aber auf dem Klo zu lange braucht, werden sie einfach abgeschüttelt. Und selbst Chaim, der mit Schlomi an irgendeiner anderen rest area im Mittleren Westen auf die Jungs trifft, wird von denen schön verarscht und allein zurückgelassen, weil sich Schlomi nun endlich seinen Kumpels anschließt. Eigentlich weiß man, dass die 3 überhaupt keine Chance haben, mit dem Leben oder gar mit dem Geld davon zu kommen aber irgendwie freut man sich dann doch, wenn es am Ende noch richtig spannend wird und auf eine gute Art und Weise erzählt wird, wie sich alle Knoten irgendwie auflösen und Punkt Mitternacht die lauten Glocken in einem der zahllosen Kasinos von Las Vegas nur so bimmeln. Dass es vorher zu einer schier unglaublichen Fülle von zufälligen Begegnungen in dieser riesigen Stadt kam, was total unrealistisch ist, hat mich weniger gestört als die Kurzzusammenfassung der weiteren Ereignisse nach dem Gewinn ("... und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage"). Da gefiel mir der Ausflug zu Crazy Horse, dem Indianer, der seit -zig Jahren und wohl noch für eine halbe Ewigkeit aus einem riesigen Berg South Dakotas gesprengt und gemeißelt wird (sozusagen als Kontrast zu den 4 Präsidentenköpfen Mt. Rushmores gleich um die Ecke), den ich selbst mehrfach gesehen habe, weitaus besser: Jane, selbst Native American und kurzzeitige Begleiterin der mover, die das (Liebes)-Leben von Crazy Horse studiert und darüber berichtet, nimmt uns mit in die Vergangenheit, was zwar nicht so ganz zum Roman paßt, in mir aber einen weiteren schönen Aha-Effekt hervorief.

Kommentare:

  1. Meet Ira – Our Wi fi Internet radio adapter that connects automatically to any wireless Internet network.

    One of the best internet radio
    apps I've found so far on the Windows Phone 7 Marketplace is for Last. As a gadget, it's
    out of this world; as a functional laptop, I'm not so sure.

    AntwortenLöschen
  2. 4 Things Your Digital Camera Hates about Summer - Digital Camera Care.
    And yes, some of us will have fun in the next weeks, specially with talented and educated CPA's. You can trust Pay - Pal payments system; it is very hard for someone to cheat you.

    Feel free to visit my web page ... hawaiian cruises

    AntwortenLöschen
  3. Multiplayer versions is more exciting as in this, you'll be able to team up or even contend with other participants to defeat the enemies. A bowler who can consistently pick up his spares can easily hold a 180 average without getting any strikes. We carry R4 SDHC, DSTT, R4i SDHC, Acekard 2i, EZFlash Vi, M3i Zero, and now the i - Edge.

    Also visit my blog post; http://www.spielespielen24.de

    AntwortenLöschen